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ICE Bahnhof, Köln 2000
Das Konzept:
Die Einfügung des Projektes erfolgt an einer gestalterisch sehr empfindlichen Stelle der Stadt Köln-Deutz. Der vom Fluss begrenzte Stadtteil wird durch mächtigen Bahnkörper zerschnitten. Die ungeheuer grossmasstäblichen Messebauten verhindern weiters ein erfahren weiter Teile. Dem kleinen Masstab des alten Deutz steht unvermittelt der Masstab der Verkehrsbauwerke und der Messehallen gegenüber. Der Otto-Platz leidet an starker Asymmetrie - eine Aufwertung der Bahnseite ist erwünscht. Der Stadtraum hinter dem Bahndamm ist wie eine Enklave, er weist praktisch keine Verbindung zur Stadt auf. Die Aufgaben des neuen Projektes sind folglich:
Eine Brücke über die Barriere Bahn zu schlagen - sowohl im Sinne der Wegverbindungen wie der Visuellen Wahrnehmung.
Ein übergeordnetes Element einzuführen, das geeignet ist die kontrastierenden Elemente des Stadtteiles zu verbinden.
Horizont und Skyline:
Das grosse Membrandach breitet sich sanft über den Bahnknoten. Die frei geschwungene Form relativiert die Höhe des Bahnhofes. Die betonte Horizontale Erstreckung schafft einen neuen Horizont. Die Silhouetten der 5 Hochhäuser im Inneren Bereich ragen über diesen künstlichen Horizont, und werden so zur Skyline.
Der Bahnhof:
Zur Aufnahme der grossen Passagierströme zwischen den Bahnsteigen der beiden Bahnhöfe Deutz-Hoch und Deutz-Tief wird eine neue Ebene über den bestehenden Ebenen des Turmbahnhofes errichtet. Diese neue Verteilerebene verknüpft auf kürzestem Weg die Bahnsteige der beiden Gleisebenen, und schliesst den Bahnhof an den Otto-Platz, die Messe, die Köln Arena, die U-Bahn, und die Altstadt an. Die neuen Hochhäuser für Messe, Büros und Hotel profitieren ebenso von dieser hervorragenden Verkehrsanbindung.
Der neue Bahnhof ist mehr als eine Bahnhofshalle. Der ca. 15 m über Terrain errichtete Passagierterminal entwickelt sich frei unter einer weit ausgreifenden Dachmembran. Die ständige Sichtverbindung zum Dom und der Altstadt verankern das neue Ambiente in Köln.
Das Layout ist bestimmt von den Vertikalverbindungen zu den Bahnsteigen, aber ebenso von den Anbindungen zum Nahverkehr, der Messe und der Stadt.
Der Bahnhof ist wie ein riesiger Wetterschutz, der Passagieren, Messegästen und allen Kölnern erlaubt, flanierend mit Blick auf den Dom und die Altstadt einzukaufen, zu speisen oder Fitness zu treiben, oder schlicht den ICE zu besteigen.
Die fussläufigen Verbindungen:
Unter dem Membrandach spannt sich ein freies Bewegungsfeld auf, das vom neuen Messeeingang über Zonen mit Kommerz und Gastronomie, die zentrale Bahnhofshalle bis zur Verbindung zur Kölnarena führt.
Fahrräder - Taxis - Busse - PKW:
Fahrradfahrer erreichen den Bahnhof wie bisher über die bestehenden Radwege. Die Räder werden auf Niveau Otto-Platz geparkt, der Bahnhof wird über den alten Haupteingang betreten.
Taxis, Busse, Lieferanten und PKW benutzen eine neue Zu- und Abfahrt am Auenweg. Nach einer kurzen Unterführung unter den Geleisen von Deutz-Tief trennt sich der Verkehr in 3 Bereiche:
1. Auffahrtsrampe zur Verteilerebene mit den Vorfahrten zum Bahnhof, den Hochhäusern und zum neuen Messeeingang.
2. Parkhaus für 850 PKW mit direkten Zugängen zu den Hochhäusern und dem Bahnhof.
3. Anlieferungszone für Handel und Hochhäuser.
Die Hochhäuser und der Park:
Die fünf Hochhäuser wachsen (nach dem endgültigen Ausbau des Geländes) aus einer Parklandschaft empor. Konferenzräume, Tagungsräume und ähnliches werden im Sockel, mit Ausrichtung zum Park oder zu stillen Atrien organisiert.
Die Vorfahrten zu den Hochhäusern liegen auf ca. +15 m. Die Häuser mit den über dem angrenzenden Terrain schwebenden Eingangshallen stehen an der Schnittstelle von dichter Urbanität und der entspannten Ruhe einer Parkanlage.
Der als geneigte Ebene angelegte Park führt sanft ansteigend zum neuen Messeeingang. Der Garten lockt in diesem hochaktiven Stadtteil zum Verweilen. Unter dem geneigten Garten können um künstliche Atrien weitere Freizeiteinrichtungen als unterirdische Gebäude angelegt werden.
Die paarweise gekuppelten Hochhäuser weisen eine optimierte Nutzung der vertikalen Erschliessung der Türme auf.
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