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TV – World Hamburg
Themenpark, Hotel, Konferenzzentrum, Veranstaltungshalle



Die Situation:
Die Ausgangsposition bilden 32 Hektar flaches Land, die nach über 2 Generationen geschlossenem Dasein in zivile Verwaltung zurückkehren. Seit gedenken lag das umschlossene Territorium der Panzerkaserne als „alien“ in der Stadt.

Die Vorgänge hinter den Zäunen blieben den Bürgern im wesentlichen verborgen - das Gebiet konnte nicht betreten oder durchquert werden, die Kaserne war für die Anrainer eine „verbotene Zone“.


Die Entwurfsidee:
Die TV-World schöpft Ihre besondere Faszination aus dem Spannungsfeld zwischen Realität und Fiktion oder Traum. Diese Aspekte menschlicher Erfahrung werden hier als räumliche Elemente interpretiert.
Zur Darstellung dienen die Kontraste zwischen: Stadtraum / Landschaft, klare Geometrie / freie Formen, Klarheit / Poesie, übersichtlicher Raum / Tiefe der Landschaft, Wissen / Erfahrung.

Die einzigartige Gelegenheit des Ortes nutzend wird ein zentraler Platz zum Zentrum der Anlage. Der Platz schafft Unverwechselbarkeit und Identität - eine offene Fläche für immer neue Formen der Nutzung und der visuellen Projektionen. Anstelle eines Hochhauses als Zeichen an Wannsbeck wird ein besonderer Stadtraum zum Symbol der TV-World, das damit verbundene räumliche Erlebnis wird zum „Trademark“ der Anlage. Dieser offene Raum gewährt schier endlose Möglichkeiten der Projektion und der Nutzungen aller Art - vom flanieren und entspannen nach einem langen Besuch des Themenparks bis zu Wettbewerben oder Konzerten in dieser besonderen Freiluftarena.

Der Entwurf zieht die verfügbaren Gebäude und die damit verbundenen Nutzungsintensitäten räumlich so zusammen, daß dichtes Leben in diesem Bereich generiert wird. Dies bedeutet daß die Anlage auch Abends besondere Attraktivität erlangt.


Die einzelnen Elemente der Anlage:
Das Hotel bildet mit seinem großen Atrium den südlichen Abschluß der Plaza. Die Fassaden der Zimmerflügel zum Atrium bilden interaktive Medienwände aus. Dabei wird der Hotelgast zum aktiven Gestalter, indem er den Bildträger vor seinem Zimmerfenster per Knopfdruck öffnen oder schließen kann.

Das Media-Conference-Centre entwickelt sich als 3-geschossige Anlage entlang der TV-World-Halle. Die „realen“ Aktivitäten im Conference-Centre sind vom Platz aus wahrnehmbar. Aus den Konferenzsälen und Foyers ist der Blick offen in die Tiefe des Themenparks. Hotel und MCC bilden eine funktionale Einheit, deren Aktivitäten den Platz bis in die späten Abendstunden beleben und nutzen.

Die TV-World-Halle wird über ein großzügiges Foyer von der Plaza erschlossen. Die 5.000 Gäste können das reiche Angebot der Gastronomie nutzen.

Der Zugang erfolgt von den Parkplätzen und dem Busterminal entlang eines Fußweges der von einem Flugdach als Wetterschutz begleitet wird.


Der Themenpark:
Eine ortsuntypische, artifiziell-organisch modellierte Wiesenlandschaft bildet die Basis für den Themenpark. Über ihr und an manchen Stellen leicht in sie eingeschnitten verbindet ein ebener zentraler Parcours alle Indoor- und Freiluftattraktionen. Diese Freiluftattraktionen und die Baukörper stellen nach außen regelmäßige geometrische Raumkörper dar, die im Kontrast zu der modellierten Landschaft und dem Parcours stehen. Aus diesem formalen und ideellen Dialog entspringt der besondere Charakter des Themenparks der TV-World. Kleinere Nebenwege bilden Abkürzungen und machen die modellierte Landschaft erfahrbar, laden Kinder zum Spiel ein.

In diese Parklandschaft werden die Bestandsbäume wie selbstverständlich integriert. Die neuen Baum- und Buschpflanzungen erfolgen in kleinen linearen Gruppen, die sich über die Hügel schlängeln und so die Modellierung noch betonen. Sichtbeziehungen werden geschaffen bzw. bewußt verdeckt, so daß eine spannungsreiche Raumfolge entsteht.


Regenwasser
Die tiefsten Stellen der modellierten Landschaft sind als Sickermulden ausgebildet. Sie werden mit Schilf und punktuell mit Wechselnässe vertragenden Bäumen (z.B. Weiden, Sumpfzypressen) bepflanzt und erscheinen so als selbstverständlicher Gestaltungsbestandteil des Parks, nicht als aufgesetztes funktional-technisches Element. Am nördlichen Rand des Parkplatzes dient der aufgeweitete bestehende Graben als Retentionsraum für die Regenwasserversickerung.



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